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Über den Blog

Texte und Gespräche rund um die Themen Wissen, Vernunft, Erkenntnis und Religion. Der namensgebende Begriff Mäeutik geht auf Sokrates zurück bzw. ist eine Bezeichung für dessen Hebammenkunst, wie sie etwa bei Platon im Dialog Theätet beschrieben wird. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, was Mäeutik im Kontext des sokratischen Denkens und Wirkens genau meint, ob es sich z.B. lediglich um das Heben von Wissen handelt, das verborgen im Gegenüber schlummert, oder um eine komplexe Methode zur Wahrheitsfindung. Für diesen Blog soll die Mäeutik zuerst einmal Pate für eine Art des Denkens stehen, die dialogisch ausgerichtet ist und Fragen stellt, anstatt eineindeutige Aussagen zu treffen. Gemeinhin als gegensätzlich wahrgenommene Begriffspaare wie Glaube und Vernunft, Wissen und Nichtwissen, Fakt und Fiktion und Experte und Laie sollen nicht einfach übernommen werden. Vielmehr soll die Frage gestellt werden, was sie bedeuten, wie sie sich wechselseitig bedingen, welche Funktion sie haben, wie sich sich im Laufe der Zeit verändert und unsere Art zu Denken geprägt haben. Dabei soll der Prozess der Produktion neuen Wissens ganz bewusst offen gehalten werden. Die Dinge können nicht zu Ende gedacht und es muss ausgehalten werden, dass Wissen ungewiss ist.

Über den Autor

Markus Hablizel hat Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Konstanz studiert. Von 2001-2007 war er Redakteur beim Magazin SPEX, 2009 gründete er den Hablizel Verlag, der 2017 eingestellt wurde. Von 2018-2019 studierte er Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin.